© 2009 Dagmar Bendel


Barrierefreie Kommunikation für Menschen mit Hörbehinderungen
Schriftdolmetschen
Hörgeschädigte Menschen, die nach dem Spracherwerb plötzlich oder langsam ertauben, brauchen durch die entstandene Schwerhörigkeit, eine Kommunikationshilfe um sich in bestimmten Alltagsituationen mit einem normal Hörenden zurecht zufinden.
Ist eine sprachliche Verständigung nicht möglich und beherrscht der Betroffene keine Gebärdensprache, so besteht nun die Möglichkeit, die Hilfe eines Schriftdolmetschers in Anspruch zu nehmen.
Wie arbeitet ein Schriftdolmetscher?
Ein Schriftdolmetscher begleitet einen Hörgeschädigten zu wichtigen Terminen. Hierbei wird mittels Notebook silmultan das Gesprochene mitgeschrieben. Somit kann der Hörgeschädigte sofort lesen, was sein "Gegenüber"; sagt oder von ihm will. Bei grösseren Veranstaltungen mit mehreren Hörgeschädigten setzt man einen Beamer ein, der die Schrift auf eine Leinwand projiziert. Bei grösseren Veranstaltungen, die über eine Stunde gehen, werden zwei Schriftdolmetscher als Team eingesetzt.
Was zeichnet einen guten Schriftdolmetscher aus?
Schnellschreiben ist Voraussetzung. Verhält sich neutral, freundlich und unterliegt in jedem Fall einer Schweigepflicht und dem Datenschutz. Hörbehinderung ist dem Schriftdolmetscher vertraut.
Eine wortwörtliche Übertragung der jeweiligen Rede in Simultan-
Dies erfordert mehrere kognitiver Prozesse: die jeweilige Rede blitzschnell erfassen und in prägnante, grammatikalisch und orthografisch korrekte Sinneinheiten zerlegen und wiedergeben d.h. hören, eventuell umformulieren, schreiben, korrigieren und wieder auf Empfang gehen.
Berufs-